Eine Reise kurz vor Weihnachten?

Kurz vor Weihnachten beginnt man doch keine große und beschwerliche Reise quer durchs Bergland. Oder doch? Vor etwa 2000 Jahren gab es eine Frau, die genau das tat. Hochschwanger!

Verrückt? Allerdings. Jedoch hatte sie keine Wahl. Die Frau um die es hier geht, heißt - ihr ahnt es schon - Maria. Ihr Verlobter - Josef - musste in seinen Geburtsort reisen. Diese Reise wollte er natürlich nicht allein unternehmen und zurücklassen wollte er seine schwangere Maria auch nicht. Also nahm er sie mit. Dass sie nun gerade schwanger war, war blöd aber nicht zu ändern. Wir werden später noch sehen, dass es sogar genau richtig war.

Eigentlich brauche ich die Weihnachtsgeschichte hier nicht noch einmal zu erzählen. Die kennt Ihr bestimmt alle schon. Nur soviel: Unter dem Kaiser Augustus wurde eine Volkszählung veranlasst. Alle Männer mussten sich in ihrem Geburtsort in Steuerlisten eintragen lassen. Sozusagen eine staatliche Anordnung. Das war der Grund weshalb Josef mit Maria diese beschwerliche Reise überhaupt antreten musste.

Wo ging es hin?

Josef wohnte eigentlich in Nazareth, gemeinsam mit Maria. Nazareth befindet sich nördlich von Jerusalem, westlich des Sees von Galiläa. Das Ziel der Reise: Bethlehem. Nicht zu verwechseln mit einem nahe gelegenen Bethlehem, das nur rund 30 km entfernt ist. Josef und Maria reisten in das südlich von Jerusalem gelegene Bethlehem-Efrata. Das sind etwa 130 km - zu Fuss!

Übrigens: Wenn Du heutzutage versuchst bei Google Maps diese Route zu berechnen, wird Dir eine andere Strecke angezeigt, weil jetzt noch das Palästinensergebiet dazwischen liegt. Wären Maria und Josef heute unterwegs, müsste sie sogar noch einen Umweg nehmen.

Sie hatten keinen Helikopter, kein Auto, weder Bus noch Bahn, nicht einmal eine Kutsche. Möglicherweise nahmen sie einen Esel mit. Aber auf dem wird Maria bestenfalls manchmal gesessen haben. Der Ritt auf einem Esel ist alles andere als komfortabel. Übernachten mussten sie wahrscheinlich mehrmals draußen im Freien. Das Problem war, dass zu dieser Zeit auch viele andere Menschen unterwegs waren - quer durchs Land - und ihren Geburtsort aufsuchen mussten.

Wenn Ihr morgen die Weihnachtsgeschichte wieder einmal lest oder hört, dann denkt daran, welchen wahnsinnigen Aufwand Maria und Josef auf sich nehmen mussten. Dass diese Reise für das Baby auch nicht ganz ungefährlich war, könnt Ihr Euch sicher denken. Das war alles andere als gemütlich und heimelig. Es war gefährlich und beschwerlich.

Dennoch: Gott hat Maria, Josef und das Baby die ganze Zeit über bewahrt und begleitet. Denn erst in Bethlehem (Efrata) kam das Kind Jesus zur Welt. Und zwar genau so, wie es viele hundert Jahre vorher gesagt worden war. Keinen Tag früher oder später. 

Wir sehen also: Was Gott verspricht, das hält er auch.
Darauf kannst Du Dich verlassen! ;o)


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