In der Schule lernst Du vermutlich, dass die Bibel von Menschen frei erfunden wurde oder zumindest extrem unwahrscheinlich sei. Man behauptet steif und fest, es gebe keinerlei Beweise für die biblischen Geschichten und die Menschen, die darin vorkommen. Aber stimmt das überhaupt?

Was wäre, wenn die Bibel wahr ist?

In den letzten paar Jahrzehnten sind erstaunliche Entdeckungen gemacht worden. Vieles davon liegt noch in archäologischen und geschichtswissenschaftlichen Laboren zur Untersuchung. Interessant dabei ist, dass man heutzutage mittels moderner Foschungsmethoden immer mehr Beweise für die Bibel entdeckt.

 

Was sagt die Bibel?

Eine der großen Fragen lautet: Gab es jemals ein Großreich Israel (oder Judah)? In der Bibel wird ein großes und mächtiges Reich beschrieben - beginnend mit David, weiter über Salomo und darüberhinaus. Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, dass dies reine Fantasie sei - es gebe keine archäologischen Funde, die eine solche Großmacht belegen würden.

Werfen wir einen kurzen Blick in die Vergangenheit: Zum ersten Mal lesen wir in der Bibel, in 1. Mose 17,5 von Gottes Zusage an Abraham, dass er ein Vater vieler Völker (oder einer großen Menge) werden soll. Später wanderte Abrahams Enkel Jakob nach Ägypten aus, dort vermehren sich die Israeliten im Lande Gosen (oder Goschen) sehr und werden zu einem großen Volk (siehe 1. Mose 47,27 und 2. Mose 1,7). Beim Auszug aus Ägypten überstieg das Volk Israel eine Gesamtgröße von weit über 1 Million Menschen (siehe 1. Mose 12,37-38 -> 600.000 Männer, dazu Frauen und Kinder).

Bereits jetzt ist das Volk Israel also schon ziemlich groß. Wir wissen nicht genau wie groß das Volk war, als es über den Jordan zog und damit begann das Land Kanaan einzunehmen. Man darf aber davon ausgehen, dass ihre von Gott geschenkte Fruchtbarkeit nicht plötzlich aufhörte. Außerdem beschreibt uns die Bibel, wie oft Gott bei kriegerischen Auseinandersetzungen half - und somit die Opferzahl gering hielt.

Als die Israeliten sich schließlich niederließen und sesshaft wurden - im verheißenen Land - standen ihnen völlig neue Möglichkeiten zur Verfügung. Das förderte natürlich auch ihre Vermehrung.

Viele Jahre später, veranlasste David eine Volkszählung, die immerhin neun Monate und zwanzig Tage dauerte. Im Ergebnis wurden in Israel und Juda 1,3 Millionen wehrfähige Männer gezählt (Männer, die man als Soldaten einsetzen konnte), dazu kommen noch eine Menge Kinder, Frauen und Senioren. Eine Mindestgrößte von 3-4 Millionen dürfte durchaus möglich gewesen sein. Das Volk war also stark gewachsen.

Davids Sohn Salomo fand sich in einer Lage wieder, in der er sagte: "Es ist ein großes Volk mit vielen Menschen, die niemand zählen kann." (1. Könige 3,8).

Müsste man bei so vielen Menschen nicht irgendetwas finden?

 

Was Archäologen fanden

Es ist wahr, dass es bisher nicht sehr viele öffentlich bekannte Funde gibt, die Israels Großmacht definitiv belegen würden. Das ist jedoch auch kein Wunder.

Erinnern wir uns: Immer wieder begann das Volk sich gegen Gott aufzulehnen und verschiedenen Götzen zuzuwenden, von denen Gott (Jahwe) ihnen sagte, dass sie sie vernichten und nicht etwas selbst besitzen oder gar anbeten sollten. Gott warnte sein Volk viele Male durch seine Propheten und kündigte massive Zerstörung an. Schließlich wurde Israel überwältigt, u.a. von den Assyrern und den Babyloniern. Am Ende war fast nichts mehr übrig. Viele Israeliten wurde damals verschleppt. Hinterlassenschaften wurden weitgehend zerstört und Geschichtsschreibung war kaum mehr möglich.

Aber es gibt sie, wichtige Hinweise!

Es ist noch gar nicht so lange her, dass man in Israel, nahe der US-Botschaft in Jerusalem, bei einer Ausgrabung einen großen Häuserkomplex entdeckte. Größe und Baustil lassen eine königliche Nutzung vermuten. Die ganze Anlage ist etwa 2700 Jahre alt. Damit passt sie genau zu der Zeit als König Hiskija in Juda König war (siehe 2. Könige 18,1-4). Man fand dort über 120 Siegelabdrücke aus genau dieser Zeit - einer der größten Funde bisher. Diese Siegel waren auf Krügen und anderen Gefäßen aufgebracht, die für Nahrungsaufbewahrung genutzt wurden. Es handelt sich hierbei um königliche Siegelabdrücke, auf denen bspw. steht "Gehört dem König". Das ist ein klarer Beleg dafür, dass es damals also doch ein Königreich gab. Zufällig genau an der Stelle und in dem Zeitraum, in dem Hiskija zu erwarten wäre. ;)

Es gibt noch viele weitere Hinweise. Letztlich ist es nur eine Frage der Zeit bis weitere solcher Funde entdeckt und erforscht sind. Wir dürfen gespannt sein, was in den nächsten Jahren veröffentlicht wird. In den Laboren schlummern nämlich noch eine Menge Funde, die noch gar nicht genau untersucht worden sind.

Lesetipp: Wer mehr wissen möchte, kann hier nachlesen (englischer Text).


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